Auf in die Ewigen Jagdgründe!

Am 14. Juli 2017 machen sich fünf eifrige Kletterer auf den Weg ins Zillertal, um die Routen der Ewigen Jagdgründe zu erkunden. Die Felsen liegen nur wenige Minuten vom Alpengasthof Breitlahner entfernt, der für das Wochenende unser Quartier wird.

Schon auf der Hinfahrt lässt das Wetter wenig Gutes erahnen, es regnet munter vor sich hin. Den ersten Nachmittag verbringen wir deshalb mit einem nass-windigen Spaziergang auf der Staumauer des Schlegeisspeichersees und bei einer heißen Schokolade in der Dominikus-Hütte.

Auch der Samstag bringt kein besseres Wetter mit sich. Statt einer Partie Klettern unternehmen wir also eine Wanderung den Zemmgrund hinauf zur Berliner Hütte. Vereinzelt reißen die Regenwolken auf und wir erhaschen den einen oder anderen Ausblick auf das Tal, die umliegenden Gipfel und den Gletscher. Schon die Eingangshalle der Berliner Hütte beeindruckt durch ihre Größe. Die Hütte ist die älteste und bekannteste Schutzhütte des Zillertals. Erbaut 1879, wurde sie über die Jahre zu einem imposanten, mehrstöckigen Haus mit Nebengebäuden erweitert, das heute mit 180 Schlafplätzen aufwarten kann. Bilder zeigen, wie sich der Gletscher in dieser Zeit entwickelt hat und wie weit das Eis zu Beginn an die Hütter heranreichte. Nach einer Stärkung machen wir uns auf den Rückweg – das schlechte Wetter legt sich nochmal richtig ins Zeug…

Zurück am Breitlahner Hof nutzen wir eine Regenpause, um die Felsen der Ewigen Jagdgründe zu erkunden. Vorfreude auf das besser angesagte Wetter und die Kletterei am nächsten Tag kommt auf.

Am Sonntag starten wir endlich los, um die Routen an den markanten Felsen mit klangvollen Namen wie „Wächter“, „Häuptling“, „Wig und Wam“, „Mokassin“, „Tipy“ oder „Einhorn“ auszutesten. Unsere ersten Versuche führen uns über Platten, die noch nass sind. Die Granitblöcke trocknen im zunehmend sonnigeren und wärmeren Wetter aber schnell ab und bieten uns beste Kletterei. Wir sind motiviert und fleißig und tummeln uns bis zum Abend in „El Schuppo“, „08-15“, „Wildsau“ und zahlreichen anderen schönen Linien. Jeder findet passende Routen für sein Können und wir sind uns einig, dass wir hier bald wieder herkommen.

Auf der Heimfahrt war das Wetter dann genauso gut, wie unsere Stimmung und wir genossen spontan den Sonnenuntergang an der Beachbar in Übersee.

 

Tourenleitung: Hubert Willmann

Bericht: Susi Bjarsch

Fotos: Lisa Plöckl