Steirische Genuss-Skitour auf den Sonntagskarzinken

Am Faschingssonntag haben wir ein wenig „gewildert“ im Tourenrevier der Steirer. Jetzt ist die Skitour auf den Sonntagskarzinken in den Schladminger Tauern auch bei den Mitfahrern als Genussskitour bekannt, sie ließ aber ebenso hinsichtlich Wetter und Schneequalität kaum einen Wunsch offen. Vom Startpunkt an der Sondlalm im Untertal weg gab es reichlich Schnee, wir stiegen zuerst über sanfte Serpentinen, dann über einen etwas steileren Schlag hinauf zur Seekaralm. Unterwegs hielten wir an, und übten das Umschalten der LVS-Geräte von Senden auf Empfangen (Suchen). Dauerte es beim ersten Versuch noch 30 Sekunden, hatten beim zweiten Versuch alle sechzehn Teilnehmer ihre Geräte schon nach 12 Sekunden umgestellt. Nach einem Appell an alle, sich mit dem „Piepsgerät“ so vertraut zu machen, dass das Umschalten reflexartig und auch im Ernstfall so schnell erfolgt, dass keine unnötige Zeit bis zum Suchen verloren geht, gingen wir weiter. Wir passierten den Seekarsee, der so schön verschneit war, dass ihn einige aus unserer Gruppe gar nicht wahrnahmen, und strebten dann über weite hindernislose Hänge auf den zuerst eher unscheinbar wirkenden Gipfel zu.

Die Rohrstange als Gipfelzeichen war nicht gerade beeindruckend, dafür aber das gewaltige 360-Grad-Panorama. Es gab viel Neues zu sehen, und nur Weniges davon war bekannt, darunter die Spitzen des Höchsteins und der Hochwildstelle jenseits des Untertals, der felsige Dreispitz des Dachsteins und das Hochkönigsmassiv.

Zur Abfahrt teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Der Pulverschnee staubte, und nach wenigen Minuten waren den wenigen vorhandenen Spuren sechzehn weitere hinzugefügt. Manche(r) war in der Rückschau ganz erstaunt, welch schöne Zöpferln er in den Schnee gezaubert hatte, und bedauerte fast die Kurzlebigkeit seiner kleinen Kunstwerke.

Text: Lorenz Mayer

Fotos: Lorenz Mayer, Michael Frumm-Mayer