Steile Rinnen am Strichkogel im Gosaukamm

12 ambitionierte Tourengeherinnen und  Tourengeher machten sich am frühen Morgen auf den Weg, um bei der sehr sportliche Tour zum Strichkogel  (2034 m) dabei zu sein. Nach 1 ½ Stunden Anfahrt – ein Autofahrer wollte noch ungeplant den Tennengebirgstunnel durchfahren – starteten wir am Gosaustausee bei noch bedecktem Himmel. Guide Heini Riesemann empfand es als große Ehre, unter den Teilnehmern den neuen Sektionsvorstand Georg Eckart begrüßen zu dürfen.

Der Schnee reichte noch fast bis zum See, so dass wir die Skier nur kurze Zeit schultern mussten. Nach gut einer Stunde durch wechselndes Gelände erreichten  wir das Weitschartenkar, einige mit Abkürzung, die anderen vorbei an der Scharwandhüttn. Nach weiteren 1 ½ Std. waren wir auf der Scharte. Nachdem es nicht gefroren hatte, konnten wir in dem sehr steilen Kar gut mit den Harscheisen aufsteigen. Ansonsten können Pickel und Steigeisen dringend erforderlich sein.  Von der Scharte bis zum Gipfel des Strichkogel brauchten wir noch eine halbe Stunde. Dabei mussten wir noch eine etwas heikle Stelle mit den Fellen abfahren und konnten dann bis fast zum Gipfel mit den Skiern aufsteigen.  Nach kurzer Gipfelrast – es ging ein kühler Wind – machten wir uns an die Abfahrt durch die Strichkogelrinne. Eine tolle Abfahrt, 40 Grad steil und etwa 400 Hm lang! Stefan im lupenreinen Telemarkstil, Georg versuchte  es mit einem Überschlag, die anderen blieben bodenständig.

Dann hieß es nochmals die Felle aufziehen und etwa 150 Hm durch ein steiles Kar hinauf zur Scharte der Scharlingrinne aufsteigen.  Von dort hatten wir einen grandiosen Blick durch die enge und bis zu 45 Grad steile Rinne hinab zum Gosausee. Die Verhältnisse waren bestens.  Bei hart gefrorenem Schnee bestünde Absturzgefahr und von der Abfahrt müsste abgeraten werden. In einem angemessenen Sicherheitsabstand fuhren wir in die Rinne hinein. Nach über 500 Hm Steilabfahrt bei besten, d.h. auch fehlerverzeihenden Bedingungen weitete sich die Rinne in ein breites Schneefeld, auf dem wir ohne Schwierigkeiten bis zum Fußweg am See fahren konnten.  An Bord waren nur erfahrene Alpinisten und Skitourengeher, die diese Rinnen sicher befahren konnten.

Bei einer  Einkehr beim Wirt am See bei fast sommerlichen Temperaturen ließen wir den gelungenen Tourentag ausklingen.

Dabei waren Sepp jun. , Franz, Michael, Karl, Marianne und Hias, Waltraud und Stefan, Manfred, Georg, Franz und Guide Heini.

Text: Heinrich Riesemann

Bilder: Heinrich Riesemann und Sepp Schreckenbauer jun.