16 Bergsteiger der Sektion Teisendorf, Ortsgruppe Waging erleben die traumhafte Bergkulisse der Sextener Dolomiten

Am frühen Morgen brachen 16 Mitglieder der Sektion Teisendorf auf mit dem Ziel, die Sextener Dolomiten zu durchqueren.  Guide Heinrich Riesemann hatte die geplante Tour schon zwei Wochen vorher erkundet, damit alle Teilnehmer die teilweise nicht leichten Touren auch wirklich bewältigen können.  Mit Michael Kerle und Markus Helminger als weitere Führer war man bestens für alle Eventualitäten gerüstet. Weitere Teilnehmer waren Kathi, Sepp, Maria, Anneliese, Christl, Albert, Marianne, Sepp, Hubert, Elsbeth und Elfriede.

Mit dem Vereinsbus des SV Taching und zwei Autos – der AV Bus war leider ausgefallen – ging es über den Pass Thurn, dem Felberntauern Tunnel nach Innichen, wo wir am Ausgangspunkt zum Wildbad Innichen unsere Autos abstellen konnten.

Erstes Tagesziel war das 2158 m hohe Haunoldköpfl  und von dort am Fuße des Haunold entlang zur Dreischusterhütte, wo wir nächtigten. Auf dem Gipfel boten sich beeindruckende Blicke zur Dreischusterspitze, nach Norden in das Pustertal mit der Venedigergruppe im Hintergrund und der Riesenfernergruppe mit Hochgall. In der Ferne im Süden sah man schon die Spitzen der Drei Zinnen. Nach etwa 6 Stunden Gehzeit – wir waren fast allein auf dem Weg – erreichten wir schon etwas Müde die Dreischusterhütte, hatten wir doch einen schweren Rucksack für die Vier-Tagestour. Auf der im Innerfeldtal gelegenen Hütte wurden wir bestens versorgt und waren gut in Mehrbettzimmern untergebracht.

Die zweite Tagestour führte uns von der Dreischusterhütte über den Dolomitenweg Nr. 10 zur Dreizinnenhütte.  Als Tagesgipfel hatten wir den 2581 m hohen Unterebenkofel  ausgewählt. Morgens im Tal im Schatten noch sehr frisch,  die Türme des Morgenkopf und der Schwalbenkofel  leuchteten bereits im Morgenlicht. Die Wegfindung war nicht einfach. Nach etwa 3 Std. Gehzeit erreichten wir den Gipfel. Das „Gipfelbuch“ befand sich in einem Senfglas, dieses Jahr vielleicht 20 Einträge. Der Rundumblick war grandios. Nach einer Gipfelrast und 700 Hm Abstieg ging es hinauf zum Wildgrabenjoch und von dort nach einem seilversicherten Steig in mehreren Auf- und Abs zur Dreizinnenhütte.  Nach ca. 8 Std. Gehzeit mit ca. 1700 Hm Aufstieg und etwa  1000 Hm Abstieg erreichten wir die Hütte.  Wenn auch anfangs durch die vielen Tagesgäste etwas turbulent, kehrte zur Abendzeit Ruhe ein und wir wurden von den freundlichen Mädels bestens bedient. Dass Heini beim abendlichen Schafkopf mit seiner eigenen Eichlsau spielte, mag  wohl der anstrengenden Tour geschuldet gewesen sein.

Am dritten Tag erwarteten uns rasante Steige . Am frühen Morgen bei Sonnenaufgang war der Toblinger Knoten (2617 m) unser Ziel.  7 Bergsteiger wählten den Anstieg über den schwierigen Klettersteig, der Rest wählte den leichteren Klettersteig. Bei Sonnenaufgang waren alle 16 Teilnehmer auf dem Gipfel. Nach dem Frühstück auf der Dreizinnenhütte war unser Ziel die Zygmondihütte über den Innerkofler Klettersteig und dem Schartensteig. Zuerst ging es vorbei am Frankfurter Würstl , dann mit Stirnlampen durch die Stollen, welche als Versorgungswege für Soldaten im ersten Weltkrieg dienten. Auf der Gamsscharte teilte sich die Gruppe. Fünf Gipfelhungrige mit Guide Heini und Markus wählten noch den Klettersteig zum 2744 m hohen Paternkofel. Michael ging mit der übrigen Gruppe gleich weiter zur 2528 m hoch gelegenen Büllelejochhütte. Die Querung im gut gesicherten , zum Teil ausgesetzten  Fels bot einprägende Ausblicke zu den Drei Zinnen, Zwölferkofel,  Cadinspitze und viele andere Dolomitenberge.  Ein kühles Bier oder ein guter italienischer Cappucino mit Apfelstrudel auf der Büllelejochhütte war der Lohn für diese anspruchsvolle Tour. Am späten Nachmittag erreichten wir die 2224 m hoch gelegene Zsigmondy-Hütte.

Am vierten Tag war unser Weg der bekannte Alpinisteig, am Fuße des Zwölferkofel, des Elferturms und des Elferkofel.    Zuerst führte der Weg Richtung Carduccihütte, dann teilweise ausgesetzt, aber immer gut gesichert an den senkrechten Wänden des Elferkogels entlang bis hinauf zur Elferscharte.  Zur Querung der steilen Schneefelder  war ein Eispickel hilfreich, so dass für die Gruppe gute Stufen in den harten Schnee geschlagen werden konnten.  Auf der Elferscharte genossen wir nochmals die Blicke in den Naturpark Drei Zinnen, verspeisten noch die restlichen Vorräte von der Brotzeitdose , bevor wir uns an den langen Abstieg über 1300 Hm ins Fischleintal zur Fischleinbodenhütte machten.  Von dort konnten wir mit dem Bus fast bis zum Ausgangspunkt der Tour fahren. In Vierschach in einer gemütlichen Hütte fand die Tour ihren Abschluss. Alle Teilnehmer waren beeindruckt von den traumhaften Sextener Dolomiten, von der prima Gruppengemeinschaft  und von den gelungenen, unfallfreien Gipfelbesteigungen. 

Neueste Beiträge