Herbstliche Bergwanderung (27.11.2022)

Geplant war eigentlich eine Tour im Tennengau – da diese mit ziemlich kleinen, steilen „Wegerln“ besetzt gewesen wäre und der Winter doch in den Bergen eingezogen war, wurde aus Sicherheitsgründen schneller Hand umgeplant.

Von Sachrang ging es bis knapp auf 1000 m Höhe noch nahezu schneefrei über einen kleinen Pfad hinauf. Dann – schlagartig – waren wir im Winterwunder-Märchenland! Das Skifahrerherz fing ob des glitzernden Schnees heftig zu schlagen an im Hinblick auf kommende Touren.
Übrigens – einige „Eifrige“ aus der Sektion waren tatsächlich 2 Tage vorher schon auf Skiern unterwegs, mit beeindruckenden Bildern; naja – ich/wir können schon noch warten bis der Untergrund auch wirklich da ist.

In jedem Fall zogen wir im Schnee weiter und kamen als erstes am Wandberg an. Traumhafte Sicht vom Gipfel und sonnig warme Temperaturen im Windschatten einer Alm bei einer gemütlichen Brotzeit ließen Urlaubsfeeling aufkommen. Zu toppen war die Frage, ist es am Gardasee oder bei uns im Chiemgau schöner? An diesem Tag wurde -von uns allen- von möglichen 10 Maximalpunkten fast die Höchstpunktezahl vergeben. Nach der Rast ging es ein Stück zurück, dann weiter zur Karspitze mit Gipfelkreuz und Gipfelkapelle und schließlich und endlich zum „weltberühmten Chiemkogel (1060 m)“, den außer dem Führer tatsächlich keiner kannte. Über einen feinen Singletrail in den letzten Sonnenstrahlen ging es anschließend hinunter in Richtung Wildbichl zu unserem vorher abgestellten Pkw. Zu siebt im VW-Caddy ging es nicht ganz legal, aber kuschelig zum zweiten Fahrzeug zurück.

Der Ausklang fand im Café König in Aschau – einem der ganz wenigen, noch offenen Lokalen – statt. Lustige Geschichten über Testreihen von Alkoholkonsum in jugendlichen Jahren (sprich Promilwerte!) „Was ist besser – vorher zu trinken, dann Schweinsbraten und nachher nochmals trinken oder zuerst Schweinsbraten und danach trinken“ (es handelte sich um 3 Halbe Bier) beendeten einen schönen, erfüllenden Tourentag.

Das Resümee:
Besteigung von „Drei-Tausendern“ in einer fantastischen, herbstlichen Winterlandschaft mit tollen Tourenteilnehmern.

Text und Bilder: Hermann Böhler Mit dabei waren: Barbara, Irmgard, Ludwig, Steffi, Sybille, Viktor