Skitour zum Eiskogel
Die Sonne ließ sich Zeit mit der Durchdringung der zähen Wolkendecke, der Wind hatte auf der oberen Hälfte der Tour fast den ganzen, eh nur sparsam gefallenen Pulver verblasen - und dennoch, der Eiskogel erwies sich wieder (wie schon im Vorwinter) als schneesicheres, lohnendes und landschaftlich eindrucksvolles Tourenziel.
Wir starteten in der Wengerau, stiegen durch den Wald hinauf zur Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte und hinein ins Tauernkar (oder wie das zur Tauernscharte hinaufführende Kar heißen mag), wo sich der Schleier vor dem rassigen Felsklotz des Tauernkogel das erste Mal kurz lüftete. Am steilen Hang neben dem markanten Karturm kamen die Harscheisen zum Einsatz. In der Scharte dichter Nebel - da hieß es, die Orientierung nicht zu verlieren. Dann, nach guten drei Stunden, standen wir droben am Eiskogelkreuz. Es war wieder heller geworden, aber noch behielten die Wolken die Oberhand.
Für eine längere Rast war’s noch zu ungemütlich. So fuhren wir nach dem üblichen Gipfelritual: dem Bergheil, dem Hemdwechsel, dem Rundblick, dem Schluck Tee aus der Thermosflasche und dem kleinen Bissen aus der Brotzeitdose oder dem Müsliriegel, dem Abziehen der Steigfelle und dem Festzurren der Skistiefel, bald wieder ab, über meist griffigen Harsch, manchmal aber auch über Flächen mit einer dünnen Auflage windgepressten Pulverschnees. Ziemlich rasch kam jetzt die Sonne durch, und in windgeschützten Lagen fanden wir auch noch Hänge mit etwas tieferem Pulver auf der überall herhaltenden Harschunterlage. Zuletzt ging’s durch eine Waldschneise mit Buckelpiste hinunter zum Ausgangspunkt. Dass diese Schneise noch lange befahren werden kann, erscheint fraglich, nachdem man offenbar begonnen hat, sie auf- bzw. zuzuforsten.
Die GPS-Daten zur Tour sind auf GPS-Tour.info verfügbar.














