Durchs Kalktal auf den Kirchberg
Nicht so viele Blumen wie sonst um diese Jahreszeit gab es heuer am 10. Juni im Kalktal zu bewundern. Der schneearme Winter und der trockene, warme Frühling haben sie entweder gar nicht oder aber so früh austreiben lassen, dass sie schon wieder verblüht sind.
Bei der Latschenölbrennerei stellten wir unsere Autos ab, was gar nicht so einfach war: Denn zur Beförderung der 33 Teilnehmer war ein ganz schöner Fuhrpark zusammengekommen, und wir wollten die Firmenparkplätze nach Möglichkeit nicht verstellen. Der Weg führte gleich hinein ins Kalktal, und erst rechts, später links an den steilen Grabenflanken entlang aufwärts. Einige Stufenreihen und Geländerseile halfen uns über die steilsten Stellen hinweg.
Wir erreichten einen Sattel, wo sich der Blick nach Westen auftat, und traten hinaus auf die Böden der Gerstbergalm. Dort zweigten wir rechts ab und gelangten zum Gipfelkreuz des Kirchbergs. Die Sicht war nicht berauschend. Höhere Gipfel, vor allem die gegenüber aufragenden Spitzen der Loferer Steinberge, versteckten sich schon in blauschwarzem Gewölk. Zudem war schon während des Aufstiegs mehrmals dumpfes Donnergrollen zu vernehmen. Wir schauten also nicht zu lange in die Runde, sondern vielmehr, dass wir bald weiterkamen. Durch Latschengassen wanderten wir hinüber zum etwas niedrigeren Schafelberg, und dann auf steilem Weg hinunter zum Ausgangspunkt. Als wir in St. Ulrich einkehrten, heiterte es auf, die Berge ließen sich wieder sehen, und manch einer bedauerte, dass wir uns vom drohenden Gewitter allzu rasch von den Gipfeln vertreiben ließen.











