Kloane Reib
Normalerweise wäre der Mooslahnerkopf (1815 m) mit Abstieg über den Rinnkendlsteig nach Bartholomä im Programm gewesen, aber die Witterungsverhältnisse der Vortage trugen nicht zum Besten bei. So entschlossen wir uns auf der anderen Seite vom Königssee, die „Kloane Reib“ im Hagengebirge zu erwandern.
In aller Früh starteten wir zu neunt vom Parkplatz Hinterbrand (1120 m). Es war noch etwas kühl, die Berge ab ca. 1900 m „bezuckert“ und die Sonne auf unserer Seite. Über den Mitterkaser ging es hinauf zum Stahlhaus (1733 m), wo wir unsere erste größere Rast einlegten. Frisch gestärkt, durch einen Latschenpfad empor in freies Gelände, stiegen wir in zwei Gruppen (eine schnellere & etwas langsamere) auf zum riesigen Gipfelplateau des Schneibsteins (2276 m). Dort oben bot sich eine Aussicht vom Feinsten. Zu den markanten Punkten zählten u. a. Watzmann, Hundstod, Hochkönig, Göll und der Hochkalter.
Einer der Teilnehmer stellte die Frage: „Warum steht das Gipfelkreuz vom Schneibstein nicht am höchsten Punkt?“ Ist der Grenzverlauf die Ursache? Wir wissen es nicht.
Der Abstieg erfolgte erst mal Richtung Süden, Südwesten über Schrofen- und Karstgelände zur Windscharte (2140 m) hinunter und am Windschartenkopf vorbei zum malerisch gelegenen Seeleinsee (1809 m). Zwei von unserer Gruppe machten einen kurzen Abstecher zum Hochseeleinkopf (2110 m), um die in unserer Gegend sehr selten gewordenen Edelweiße zu bewundern. Nach einer ausgedehnten Rast am Seeleinsee wanderten wir über den Stiergraben hinunter durch Wald und Wiesengelände zur Priesbergalm (1500 m). Den Einkehrschwung ließen wir uns natürlich nicht entgehen! Gemütlich ging es anschließend zum Ausgangspunkt zurück.
Text und Fotos: Christine Thaller













