Skitour zum Mureck

„War der Blasiustag früher jener Tag, an dem die Dienstboten den Hof wechselten, so ist die jetzige Schlenkerfahrt eine gesellige Winterfahrt der Rossbauern durch das Großarltal.“ Dieses Ereignis fiel heuer genau auf den 1. Februar, und als wir in Stockham im hintersten Großarltal ankamen, fanden wir zwischen den Kaltblütern und Gespannen, die bei zapfigen 15 Grad minus gerade zum Zug aufgestellt wurden, kaum noch Platz zum Parken. Manch einer von uns mag mit dem Gedanken geliebäugelt haben, auf eines der Gefährte aufzusitzen, und wenn’s nicht gar so kalt gewesen wäre, wäre er der Versuchung vielleicht sogar erlegen.

So machten sich dann doch alle 19 Teilnehmer auf zu der Skitour, derentwegen sie eigentlich hergekommen waren. 20 bis 30 cm herrlicher Pulver weckten schon beim Abmarsch eine leise Vorfreude auf die Abfahrt. Bis zur Kreealm folgten wir noch teilweise der geräumten (aber nicht gestreuten) Almstraße. Die weiterführende vorhandene Aufstiegsspur, ganz offensichtlich vom Vortag, war streckenweise zugeweht, aber der leichte Schnee ließ das Spuren nicht allzu schwer fallen. Mit jedem gewonnenen Aufstiegsmeter weitete sich die Sicht nach Norden, wo kein Wölkchen den Himmel trübte, während von Süden der meist recht erträgliche Föhn immer wieder Wolkenschwaden über die Bergkämme herüber blies.

Unser Gipfel, das Gr. Mureck oder Schöderhorn, 2.475 m hoch, stand witterungsmäßig genau auf der Grenze, und dementsprechend gab es auf der Gipfelrast einen mehrfachen Wechsel von Sonnenschein und Nebel. Eine großartige Abfahrt war der Lohn für die Aufstiegsmühen, die paar Bremsen im lockeren Pulver, in Form von windgepressten Stellen, konnten den Genuss kaum trüben. Beim Talwirt (so heißt der wirklich!) ließen wir das schöne Skitourenerlebnis würdig ausklingen.

Die GPS-Daten zur Tour sind auf GPS-Tour.info verfügbar.