Am 1. Advent auf den Schober

Am 1. Adventssonntag bestiegen wir mit 23 Teilnehmern vom Quehenberggut bei Annaberg aus den Schober (1.810 m), den überraschend wenig bekannten östlichen Eckpfeiler des Tennengebirges. Es war außerordentlich mild, im Hemd erklommen wir nach dem noch teilweise im Schatten befindlichen Weg zur unbewirtschafteten Gwechenberghütte die steilen, sonnseitigen Hänge hinauf zum Gsengsattel und zum höchsten Punkt. Ein schmaler Grat führte noch zum kreuzgeschmückten, etwas niedrigeren Ostgipfel hinüber. Dort war es trotz der spätherbstlichen Jahreszeit für eine ausgedehnte Rast gut auszuhalten, und da weit und breit kein Schnee in Sicht war, erinnerten nur die ausgeteilten Lebkuchen an den Beginn der Adventszeit. Die grandiose Aussicht reichte von den Ostabstürzen des Hochkarfelderkopf- Tagweidekammes und dem markanten Felsklotz des Traunsteins über die Salzburger Voralpen und das Dachsteinmassiv mit den vorgelagerten bizarren Gosaubergen bis zum Alpenhauptkamm mit dem firngleißenden Ankogel.