Skitourentage auf der Winnebachseehütte
Die Winnebachseehütte in den südlichen Sellrainer Bergen erschließt ein herrliches Skitourenrevier. Die Touren sind nicht allzu schwierig, und der alpinste Teil einer Unternehmung in diesem Gebiet ist der Hüttenaufstieg. Der hat es in sich, zumal wenn ein warmer Föhn die Schneedecke an den beiderseitigen steilen Bergflanken durchnässt und destabilisiert.
Als wir am Freitagnachmittag aufstiegen, war’s noch recht fest, und über den steilen Hüttenhang hätten wir beinahe die Harscheisen gebraucht. Am Samstag entschieden wir uns für den Bachfallenferner als Ziel. Von dessen relativ flachem Boden können in je rund einer Stunde zahlreiche Gipfel oder Scharten mit Skiern erreicht werden. Wir stiegen zum Bachfallenkopf, zum Großen Gaislehnkogel und in das von Kühlehnkarschneid und Putzenkarschneid eingefasste Kar hinein, und überall gab’s genussvolle staubende Pulverschneeabfahrten. Da spielte es keine Rolle, dass die Touren in der Regel bereits in den Scharten der jeweiligen Gipfelgrate endeten.
Am Sonntag war eine Gipfeltour für alle angesagt. Über die flachen Böden zum Winnebachjoch, dann über mittelsteile Hänge hinauf zum Skidepot und zuletzt zu Fuß durch eine Schneerinne errreichten alle 13 Teilnehmer den 3.185 m hohen Gipfel des Winnebacher Weißkogels. Vor dem langsam zusammenbrechenden Föhn entfaltete sich ein grandioses Panorama. Die Abfahrt hielt eine breite Palette an Schneearten bereit, die vom Pulver über Bruch- und tragenden Harsch bis zu tiefem Sulz reichte.
Bericht: Lorenz Mayer
Fotos: Lorenz Mayer, Alois Herzig





























