Zugspitze – Auf den höchsten Berg Deutschlands
Unser Abenteuer Zugspitze beginnt an der neuen Partenkirchner Skisprungschanze, und auf die monumentale Sportanlage folgt bald ein monumentales Naturdenkmal: die beeindruckende Partnachklamm: Sie ist eng, duster und vor allem feucht. Hernach führt eine flache Forststraße hinein ins Reintal bis etwa eine halbe Stunde vor der Bockhütte, wo wir die erste größere Rast machen. Der folgende Fußweg ist jedoch kein Deut steiler als die Straße. Auf dem ewig scheinenden Hatscher bis zur Raintalangerhütte (1370 m), in der wir uns Kaffee und Kuchen gönnen, entschädigt allein die Landschaft. Über 4 Stunden sind wir bereits unterwegs, allerdings ohne Hektik, und haben gerade mal 600 Höhenmeter geschafft. Bald nach der Hütte wird der Weg endlich steiler. Etwa ein dreiviertel Stunden brauchen wir noch bis zur Knorrhütte (2.052 m). Die Hütte ist ausgebucht und die Schlange derer, die sich anmelden, lang. Wir haben uns Gottseidank angemeldet. Der Wirt hat alles gut im Griff. Das Personal ist freundlich. Wir bekommen ein Lager mit zwölf Schlafplätzen und müssen, da wir dreizehn sind, ein wenig zusammenrutschen.
Um 7.30 Uhr brechen wir am Morgen auf. Nach etwa 1,5 Stunden haben wir das Zugspitzplatt überquert und befinden uns etwa auf Höhe der Station Sonn-Alpin (Endstation Zahnradbahn). Direkt in der Nähe der Wetterstation steigen wir über ein langes Geröllfeld auf. Der anschließende Felsenweg ist gut versichert und wir erreichen rasch den Gipfelgrat. Von dort sind`s noch etwa 150 Höhenmeter bis zur Gipfelplattform. Auf der Plattform hat man das Gefühl, sich in der Fußgängerzone einer größeren Stadt zu befinden. Rasch suchen wir den Abstieg zum Gipfelkreuz. Ein Sandalentourist mit Hündchen und Frau versucht gerade den Aufstieg über die Eisentritte und schafft es auch glücklich bis kurz unterm Gipfel. Dort gibt es zwar keine Platzkarten, aber nach etwa einer Viertelstunde können auch wir unser Gipfelfoto schießen.
Anschließend machen wir es uns vor einem Kiosk bequem. Leider hat es zugezogen, so dass wir uns die Aussicht denken müssen. Da wir aber größere Teile davon vom Aufstieg her kennen, ist das nicht so tragisch. Schließlich steigen wir ab durchs österreichische Schneekar zur Wiener-Neustätder Hütte. Der Weg ist nur etwa 150 Höhenmeter etwas schotterig und geht dann in einen gut versicherten felsigen Steig über. Schon nahe der Wiener-Neustädter Hütte erwartet uns die berühmte schräge Kaminrinne des Stopselziehers. Voller Freude über den schönen Abstieg beginnen einige in der Gruppe sogar zu singen. Auf der Hütte genehmigen wir uns eine Halbe und steigen dann ab Richtung Eibsee. Der Steig ist gut begehbar, erfordert aber die ganze Aufmerksamkeit. Ein Stolperer wäre verhängnisvoll. Die letzte flache Wegstrecke bis zum Eibsee scheint endlos. Gerade so eben erreichen wir noch die Zahnradbahn, mit der wir bis Grainau fahren. Von dort mit der Bimmelbahn zum Bahnhof Garmisch. Ein Taxi bringt die 3 Fahrer zurück zum Ausgangspunkt. – Ja, die Zugspitze ist ein Berg mit langen, aber schönen Wegen.
Bericht: Michael Frumm-Mayer
Fotos: Michael Frumm-Mayer, Anna Eglseer

























