Toller Powder in den Lechtaler Alpen

27. Januar 2019, 8.00 Uhr, ging es los mit dem Sektionsbus. Nach Anmeldungen, Abmeldungen, Anmeldungen – dem leider üblichen Procedere – fuhren letztendlich 5 Skitourengeher in die Lechtaler Alpen, da in Osttirol, dem ursprünglich geplanten Ziel, nur eine Schneehöhe von 30 cm (am Berg!) zu verzeichnen war.

Schon während der ca. vierstündigen Anfahrt wurde eine interessante Tour in Richtung Schlirewand im Rotlechgebirge gemacht. Im Schlirekar sahen wir dann auch aus der Ferne die einzigen Tourengeher der ganzen Woche, die bei tollem Pulver das Kar herunterstoben.

Nach einem intensiven Spitzkehren-Training, das sich im Verlauf der Woche als sehr wertvoll herausstellte, ging es dann über sehr steile unverspurte Hänge bis auf eine Schulter. Aus Zeitgründen brachen wir hier die Tour ab und stürzten uns über phantastische Waldhänge hinab. Wir waren 3 Skifahrer und 2 Splitboarder.

Und so ging es weiter:

  • ein spannender Aufstieg am nächsten Tag zum Hörlemannskopf, der nur mit einigen Tricks aufgrund der lawinengefährlichen Situation und bei widrigen Wetterbedingungen erreicht wurde
  • ein Aufstieg Richtung Hoher Rappenspitze mit Spurarbeit wie ihn die Teilnehmer noch nie erlebt hatten – allerdings bei bestem sehr kaltem Traumwetter – 50 m unter der Scharte wurde aus Sicherheitsgründen abgebrochen
  • ein Gipfelsturm an der Guflespitze von Kaisers aus im wahrsten Sinn des Wortes – mit extremer Spurarbeit zu Fuß und grenzwertiger Abfahrt im Sturm mit phänomenalen Powderbedingungen im unteren, weil windgeschützteren Bereich
  • und als Abschluss das Sattele von Boden (Hahntennjoch) aus, das nach einem Spezialanstieg in einer steilen Seitenrinne mit einem bombastischen unverspurten Steilhang aufwartete

Eine Mischung aus Selbstversorgung mit tollen Menüs und Essengehen ließen in der Gruppe Stimmungen aufkommen, als ob wir uns schon seit Jahren kennen würden. Von der „Alpinität“ der Lechtaler Alpen waren alle Teilnehmer der Gruppe samt dem Tourenleiter, der schon seit zig Jahren ein Fan dieser Ecke der Alpen ist, tief beeindruckt.

Nächstes Jahr soll es dann bei genug Schnee – vielleicht – doch nach Osttirol gehen.

Mit dabei waren: Rosi, Johannes, Marco, Stephan und Hermann

Text: Hermann Böhler

Bilder: Alle Teilnehmer der Gruppe + Tourenleiter

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