Aus dem Gasteiner Tal auf den Kalkbretterkopf

Sonne und Pulverschnee – landläufig die maßgeblichen „Zutaten“ einer gelungenen Winterunternehmung – waren bei der Skitour zum Kalkbretterkopf geboten. Man kann vom Skizentrum Angertal ober Bad Hofgastein auch direkter und steiler links des Lafenbachs aufsteigen. Wir aber entschieden uns für die gemütlichere Variante, die zuerst am Rande der am Morgen noch menschenleeren Skipiste emporführt und dann auf der anderen Seite des Bachgrabens den Almweg zur Nesslach-Alm benutzt. Am Ende des Tals verließen wir die vorhandenen Spuren, die weiter leiteten Richtung Türchlwand und Rührkübel, und wandten uns, nun selber spurend, in einem weiten Linksbogen hinauf zur Gadaunerer Hochalm. Weiter ging es durch das flache Schwalbenkar auf ein markantes Hochplateau, und dann steiler zum Südostrücken und auf diesem zum Gipfel des Kalkbretterkopfs, 2412 m.

Es war sonnig und fast windstill, aber nicht pulverschneefressend warm, so dass wir die Rast und die Brotzeit genießen, das Panorama, besonders die Spitzen der nahen Goldberggruppe, auf uns wirken lassen und uns auf die Abfahrt freuen konnten.

Der rund 200 m hohe Steilhang vom Kalkbretterkopf hinab zu dem erwähnten Hochplateau kann bei sicheren Verhältnissen von guten Skifahrern befahren werden, und diese attraktive Variante ließen sich drei Mann unserer Gruppe nicht entgehen. Die weitere Abfahrt erfolgte bei ausgezeichnetem Pulverschnee wieder gemeinsam zur Gadaunerer Hochalm und dann, abweichend vom Aufstiegsweg, durch breite Waldschneisen mit herrlichen Hängen direkt hinunter in die Furche des Lafenbachs. Ein kurzer Gegenanstieg folgte noch, eine Schiebestrecke und schließlich die Restabfahrt auf der zwischenzeitlich dicht bevölkerten Piste.

Lorenz Mayer