Über die Brandlam zum Spitzstein

Auf einem wieder instandgesetzten Steig stiegen 12 Bergsteiger von Norden her auf den 1596 m hohen Spitzstein.  Guide Heini Riesemann hatte die Tour von Mitte Mai auf den Vatertag verschoben, da der Weg wegen zu viel Schnee und großer Lawinenschäden noch nicht begehbar war. Weil zwischenzeitlich einiges an Schnee abgeschmolzen war, wurden die zwei Bachüberquerungen auf dem Weg zur Brandlalm noch abenteuerlicher. Eine Lawine hatte die Bachbrücke mitgenommen, so dass infolge der geringeren Schneemenge in der Rinne die Stämme überklettert oder, soweit möglich, umgangen werden mussten.

Zwei Teilnehmerinnen kehrten um und nahmen den Normalweg über die Aueralm zum Spitzstein. Nachdem die übrige Gruppe die Hindernisse unbeschadet überwunden hatte, führte uns ein schöner Weg bis zum Grenzkamm oberhalb der Tristmahlnalm. Den Brandlberg ließen wir rechts liegen, da wir schon fast 3 Std. unterwegs waren. Auf dem weiteren Anstieg begegneten uns schon größere Schneefelder zwischen den Latschen. Unterhalb des kurzen, sehr gut versicherten Klettersteiges hatten wir ein steiles Schneefeld zu queren. Heini schlug mit dem Eispickel sichere Tritte und spannte zur Sicherung noch ein 30m-Seil. Elsbeth und Annerl konnten sich mit dem steilen Schneefeld nicht anfreunden und nahmen den einfacheren Weg unterhalb der ostseitigen Felswände des Spitzsteines zur Aueralm und von dort zum Gipfel.  Die restlichen 8 Bergsteiger querten sicher das Schneefeld und von dort waren es noch 15 Minuten über den drahtseilgesicherten Nordanstieg zum Gipfel. In Anbetracht der heiklen Hindernisse waren alle sicher und stolz über das Geleistete am Gipfel angelangt.

Beim Abstieg gab es auf der Altkaser Alm besten Kuchen und Kaffee. Nach etwa 7 Std. waren wir wieder am Parkplatz Innerwalden.

Dabei waren Doris, Irmi L. , Christina, Elsbeth, Sepp, Irmi B., Katharina, Irmi T., Annerl, Marianne, Hedwig und Tourenleiter Heini.

Heinrich Riesemann

Neueste Beiträge