7-Seen Blick im Salzkammergut vom Nebel verdeckt

Nachdem der Herbst nach einigen kalten Tagen die Berge bis in relativ tiefe Lagen mit Schnee bedeckt hatte, schien mir die ausgeschriebene Tour zum Schmittenstein – Schlenken zu unsicher.

Ich änderte das Ziel und so starteten wir, 10 Bergsteiger 7 Frauen und 3 Männer, in der Ortsmitte von Fuschl um den deutlich niedrigeren Schober zu besteigen.

Der Weg führte uns schnell an den Fuschl See, dann entlang der Promenade und weiter durch die Golfanlage in einem ansprechenden Waldweg zum Forsthaus Wartenfels. Zwar hatte der Wetterbericht relativ schönes Wetter vorhergesagt, aber bald packten alle ihre warmen Sachen aus, denn ein kalter Wind mit dichten Wolken ließ Alle frieren und die Finger klamm werden. An der Ruine Wartenfels vorbei erreichten wir bald den gesicherten, felsigen Gipfelaufbau. Hier war Konzentration gefragt um bei dem rutschigen, steilen Gelände sichere Tritte zu finden. Die sich häufenden Schneefetzen zeigten, dass der nur 1329 hohe Schober eine gute Wahl war. Am Gipfel erwartete uns nicht der tolle 7-Seen Blick, sondern Nebel verdeckte jetzt sogar Alle. Trotzdem war die Gruppe gut gelaunt und nach kurzer Rast mit den obligatorischen Gipfelfotos ging’s bald wieder steil bergab zum Frauenkopf, einen Nebengipfel. Ein aufkommender Wind vertrieb ein wenig den Nebel und man konnte wieder den Fuschl- und erstmals den Wolfgangsee sehen. Auf einen, im unteren Bereich, leichten Waldweg kamen wir erneut zum Forsthaus. Enttäuscht stellten wir fest, dass die beim Aufstieg schon anvisierte Einkehr bei schlechten Wetter erst um 18.00 öffnet. So führte uns der Weg wieder Richtung Fuschl, wo wir bei der Golfanlage eine gemütliche Almhütte mit warmer Stube und guten Speisen vorfanden.

Beim Abschied am Parkplatz meinten die Meisten, unbedingt die Tour bei schöner Sicht wiederholen zu wollen.

Ein gelungener Tag mit zufriedenen Bergsteigern.


Marianne Hösle

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