3 Tage im Toten Gebirge

26.07-28.07.2021

Trotz nicht allzu guter Wettervorhersage hatten wir Traumtouren!

Ausgangspunkt war der Grundlsee im steirischen Salzkammergut. Vom Parkplatz Schachen, den wir nach ca. 2-stündiger Anfahrt erreichten, gingen wir zu acht erst auf Wald und Forstwegen, dann auf angenehmen Bergpfaden zu unserem Schlafplatz, der Pühringer Hütte.
Auf halber Wegstrecke lud uns der herrlich, idyllisch gelegene vordere Lahngangsee zu einer ausgiebigen Rast ein und einige von uns konnten dem glasklaren Wasser nicht widerstehen und gönnten sich ein Abkühlung – Temperatur laut Thermometer 18 Grad.
Der schwer zugängliche hintere Lahngangsee war bald unter uns zu sehen. Die Flora wurde zunehmend farbiger und abwechslungsreicher, vorbei an Jagdhütten standen wir auf Emils Tränenhügel, 1655m hoch, der erste Blick auf die Pühringerhütte mit dem vorgelagerten Elmsee, ( dem Mäzen Emil Pühringer kamen hier beim ersten Anblick seiner Hütte vor Freude die Tränen, so die Überlieferung) indem sich Alle noch den vorhandenen Schweiß abschwammen. Frisch gebadet, dann zur Hütte und ein kühles Getränk.
10 km, 1000 hm und 4 Stunden Aufstieg lagen hinter uns.
Der Hüttenabend war sehr amüsant und lustig, da unsere Musikantin Ingrid und der Wirt Franz zünftig mit der Ziach aufspielten.



Am Morgen des 2.Tages 7Uhr Frühstück. Wegen günstiger Wetteraussicht konnten wir unsere geplante lange Tour zum Großen Priel angehen, die von 8- 18 Uhr dauerte.
Zuerst noch über Pflanzen bewachsene Felssteige, dann immer karger und breiter werdend, führte der Weg über weite, vom Gletscher geformte Felsflächen im stetigen auf und ab, auch über Altschnee Felder, bis zum 12 km entfernten und 2515 m hohen Großen Priel. Die letzten Meter zum hohen roten Gipfelkreuz war noch ein kurze Felsgrat zu überwinden. Der Lohn für die Anstrengung war eine tolle Rundumsicht. Nach ausgiebiger Brotzeit und Erinnerungsfotos wieder auf selben Weg („dieser Weg wird ein steiniger sein“) zurück zur Pühringer Hütte und jeder war froh die Steinwüste geschafft zu haben. Punkt 18 Uhr setzte der erste Schauer ein, fast Alle schon im Trockenen!
Der Abend endete wieder feuchtfröhlich und zufrieden.



Am letzten Tag hatten wir keine Eile, zunächst zurück auf der Aufstiegsspur, drehte der Weg Richtung Almtal und dann zum Salzofen, davor vorbei an einigen Ochsen, die hier im üppigen Grün zwischen unzähligen Bergblumen weideten. Während wir Tags zuvor hauptsächlich Steine und kaum Pflanzen vor Augen hatten, änderte es sich jetzt komplett. Der lange Abstieg war ein Bergblumen Meer mit teilweise schmalen, wenig begangenen Wegen, sodass wegen Dornen oder Brennnesseln manches Au zu hören war.
550hm hoch, 1400 hm ab, 14km und gut 6 Stunden lagen hinter uns.
Vom Parkplatz weg fanden wir schnell ein Wirtshaus direkt am See, um uns vor der Heimfahrt nochmal zu stärken. Die Meisten waren sich einig, der Zustieg zur Pühringerhütte ist traumhaft, aber von dort den Weg zum Großen Priel macht man nur einmal im Leben, ächz.


3 schöne Tage mit einer coolen Truppe bleiben uns in Erinnerung.

Dabei waren: Ingrid, Xandi, Anita und Klaus, Hubert, Markus, Marianne und Hias

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